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Geschichte der Botschaft

Die Geschichte der russischen diplomatischen Präsenz in Berlin beginnt 1706, als die erste ständige diplomatische Mission Russlands in die Stadt kam. 1732 kauft der Geheime Rat und Regiments-Quartiermeister Christian Ludwig Müller das Grundstück Unter den Linden 7, wo er ein zweigeschossiges Haus baut. Während des 18. Jahrhunderts wechselt das Anwesen mehrfach den Besitzer und wird zum Teil erweitert.

Im Januar 1837 verkauft Herzogin Dorothea von Sagan das Anwesen an Zar Nikolaus l. Nach dem Kauf beginnt dieser mit dem Umbau. Seine bis 1942 gültige Form erhält das Palais nach dem Entwurf von Eduard Knoblauch. Es entstehen 101 Zimmer, verteilt auf drei Etagen. Die prunkvoll mit Marmor und Gold ausgestatteten Säle bieten Platz für bis zu 700 Personen.

Während des I. Weltkrieges ist das Botschaftsgebäude verwaist. Im Anschluss an die Revolutionen in Russland 1917 und der Beendigung des Krieges beherbergt das Palais Unter den Linden zunächst eine Delegation des sowjetischen Russlands. Nach dem Überfall des Deutschen Reiches auf die UdSSR entsteht im Innenhof der Botschaft ein großes Internierungslager. Die dort versammelten Personen werden gegen das Personal der Deutschen Botschaft in Moskau ausgetauscht. Danach ist das Gebäude versiegelt, wobei es zeitweise von den Nationalsozialisten als Sitz des «Ostministerium» genutzt wird, bis das Botschaftsgebäude bei den Bombenangriffen auf Berlin zerstört wird.

Der Wiederaufbau der Botschaft nach einem Entwurf von auf Anatoli Strishewski und Fritz Bornemann beginnt nach Gründung der DDR auf demselben Grundstück. Nach dreijähriger Bauzeit wird die Botschaft am Nationalfeiertag der UdSSR am 7. November 1952 offiziell eingeweiht. In den folgenden Jahren ist das Botschaftsgebäude Schauplatz wichtiger internationaler Treffen. So findet 1954 die Konferenz der Außenminister der vier Siegermächte statt. 1970-1971 wird über das Viermächteabkommen zu Westberlin verhandelt.

Die Botschaft ist nach dem Wiederaufbau dreimal so groß wie vor dem Krieg. In seiner architektonischen Gestaltung verschmelzen Motive russischer und sowjetischer Architektur miteinander. Die Fassade des Gebäudes ist mit dekorativ bearbeitetem Stein und Granit verkleidet, die Türen sind mit Gold verziert. Das Mittelportal führt zu den Festräumen, die sich auf 1500 Quadratmeter erstrecken. In der 1. Etage kann der Besucher die imposanten Räume besichtigen, darunter den Kuppelsaal, den Wappensaal und den Spiegelsaal.

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Botschaft der Russischen Föderation

in der Bundesrepublik Deutschland